Heiligabend auf der Straße

Heiligabend gehe ich jedes Jahr zu obdachlosen Menschen. Belegte Brötchen, Weihnachtsgebäck, Schlafsäcke, Getränke, haltbare Lebensmittel und Zeit sind im Gepäck. 2017 ist es besonders schwer für die Menschen auf der Straße. Drei Tage Sonntag, Einkaufszentren geschlossen. Geld gibt es erst die Woche darauf vor Silvester. Das Leben auf der Straße ist hart und mit einem leeren Magen ist die Unruhe doppelt so groß. Willi und ich verteilen was benötigt wird und nehmen uns Zeit für den Menschen. Die Weihnachtszeit ist besonders hart. Ich bin froh dass mein Mann Willi hinter mir steht und mich begleitet. Er ist mein Fels in der Brandung.