Karneval in Schönau

Schönauer Karneval

2009 Der schönste Karneval - Entschuldigung: die schönste Fasnet, die ich je hatte.

In der letzten Session wechselten Willi und ich den Karnevalsverein. Bis es in der nächsten Session aber so weit ist, erfüllte mir Willi einen Herzenswunsch. Fasnet in der Heimat zu feiern.
Es fing mit dem Zunftabend an. Einen ganzen Abend lang alemannisches Programm zu erleben war einfach traumhaft. Auch traf ich alte und neue Gesichter. Klassenkameraden, Freunde, bekannte und natürlich auch meine Familie. Das Programm war Klasse. Man hat sich gegenseitig geneckt. Auch gab es eine Funkengarde die einen tollen Showtanz darstellte. Es wurde geschunkelt, gelacht und gefeiert. Wir tanzten die ganze Nacht hindurch.
Der Oberzunftmeister rief mich auf die Bühne mit den Worten: Wie kommt ein rheinländischer Karnevalsverein nach Schönau? Weil eine Schönauerin ins Rheinland ging. Und überreichte mir einen Blumenstrauß. Willi und ich bekamen auch noch den Prinzessinnenorden von Hanni I. überreicht.
Am Fettdonnersteg ging es dann richtig los. Wir zogen mit der Guggemusik, Stadtmusik und Fanfare durch`s Städle.

Bechtle Zapfe here, hät ä langi schnere.
Hät en hufe dreck am bei,
Bechtli Zapfe dei dei dei.

Du bist verrückt mein Kind gehörest nach Berlin,
wo die verrückten sind da gehörst du hin.

Es geht nach Hintenau dort ist der Himmel blau,
dort tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau im Unterrock.


Am Freitag durften wir mit den Bechtlezpfe im Ochsengarten ihr 40 jähiges Bestehen feiern. Herzlichen Glückwunsch.
Samstag´s gab es den absoluten Höhepunkt für mich. Mein Kostüm machte den 1. Preis. Ich bin natürlich Stolz wie Oskar darüber. Willi wurde unterdessen von einer Schar Indianer an den Marderpfahl gebunden. Er mußte sich beim Oberindianer, meiner Cousine Sylvia, mit einer Runde Sekt frei kaufen. Es ging diesen Abend von Kneipe zu Kneipe.
Am Sonntag ist eigentlich Kinderumzug. Aber das war uns doch zu viel. Wir blieben in der Pension Goldmann bei Marithe und feierten im kleinen Kreis.
Rosenmontag: Pünktlich um 10 Uhr wurden die Stände aufgebaut. Ich war bei Sekt und Glühwein eingeteilt. Eva und ich probierten ganz uneigennütz den Glühwein auf Geschmack und Alkoholgehalt. Wir müssen ja schließlich wissen was wir unseren Gästen anbieten. Und der war vielleicht lecker. Es wurden auch Grillwürste, belegte Brötchen, Bier und Saft angeboten.
Um ein Uhr war es dann soweit. Wir stellten uns an den Straßenrand. Es ist ein großer Unterschied zum rheinischen Karneval. Es sind überwiegend Fußgruppen, die man Häs nennt. Ich hatte noch eine ganze Woche später das Konfetti in der Kleidung in die sie mich gesteckt haben.
Dienstag werden die alten Weiber gefeiert. Nachmittags kann man eine Scheibe vom Narrenbaum ersteigern.

Zuhause angekommen holte mich ein Berg Arbeit wieder ein. Die Nachfrage war sehr groß, aber ich hatte einfach keine Zeit für die Homepage. Sorry, aber ich habe es doch noch geschafft. Besser Spät wie Nie.