Sie sind hier: Startseite » Reisen » Niederlande » Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam ist eine sehr schöne und interessante Stadt. Mit den richtigen Bus und Tramverbindungen macht es sehr viel Spass die Stadt zu erforschen.
Am Bahnhof steige ich in die Straßenbahn ( 13,14,17 ) zum Anne Frank Haus. Morgens ist die Warteschlange noch nicht so lange. Ich bin schon nach 10 Minuten im Haus. Beim Rundgang kommt man vom Vorderhaus durch den damals hinter einem drehbaren Bücherschrank verborgenen Eingang in das Hinterhaus. In dem Anne Frank ihr Tagebuch schrieb. Über eine schmale Trepp erreicht man das Versteck. Es ist noch im ursprünglichen Zustand, ohne Möbelierung.
Mein nächstes Ziel ist das Rijksmuseum. (Straßenbahn 1,3,5,7,10,12,24,25). Mein absoluter Höhepunkt: Rembrandts Nachtwache. Obwohl ich schon einmal hier war, fasziniert es mich immer noch. Das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum und das Stedelijk Museum liegen dicht beieinander am Museumplein. Hier erwartet mich eine geballte Ladung Kunst. Ich werde noch oft hierher fahren müssen. Man hat einfach zu wenig Zeit für alle Einzelheiten. Das Van Gogh Museum organisiert vom 21.September 2007 bis 20.Januar 2008 eine Übersichtsausstellung von Barcelona 1900. Es werden 200 Gemälde ausgestellt (u.a. von Picasso).
Im Stedelijken Museum erfahre ich viel über die holländische Geschichte. Auch in der modernen Zeit. Ihre Kunst, auch deren Helden.
Mit dem Bus (21,142,170,171,172) fahre ich zum Dam. Hier steht das Koninklijk Paleis. Auf 13659 Baumstämmen steht der Königliche Palast. Ich besuche auch de Nieuwe Kerk. Im Anschluss geht es durch die Kaufhäuser Magna Plaza und Magazijn de Bijenkorf.
Bijenkorf heißt übersetzt Bienenkorb, was auch innen so zugeht.
Kaputt aber zufrieden laufe ich die paar Meter zum Bahnhof. Ich entschließe mich zum Abschluß zu einer Grachtenfahrt. Ich bin erschöpft kaputt aber glücklich. Ich werde wieder kommen. Das nächste mal nehme ich mir die Einkaufsstraßen Hooftstraat und Kalverstraat vor.

  • Bericht Amsterdam Tour
  • Nathalies Schäferstündchen mit Robie Williams

Nathalie hatte für diese Woche eine tolle Planung. Sie wollte mit mir nach Amsterdam fahren. Eine tolle Idee. Ich hatte einen Vorteil: Auf die Bahnkarte bekam ich 60% Rabatt, da Nathalie den Schülerausweis hat und ich ihre Begleitung war.
Wir sind auch schon ganz früh los gezogen. Mit unserem Sparprogramm war dann wohl nichts. Mit dem Bus musste ich schon mehr bezahlen, da ich keine Strippenkarte hatte. Besser gesagt, die lag bei Nathalies Freund Ron zu Hause, der sie sich ausgeliehen hatte. Es kam noch ein Nachtzuschlag hinzu. In Heerlen ging es mit der Bahn weiter. Am Schalter gab es die zweite Überraschung. Wir waren zu früh dran. Das heißt: Wir mussten den vollen Betrag bezahlen. Aber wir hatten gute Laune und freuten uns auf Amsterdam.
Nach 2,5 Stunden kamen wir auch endlich an. Zuerst wollten wir zum Anne Frank Haus. Ich war überzeugt, das schaffen wir mit einer Straßenkarte und zu Fuß. Bis zu dem Moment als ich auf der Karte die Herengracht nicht fand. Wir fragten eine Frau wie wir zum Anne Frank Haus kommen. Sie schüttelte den Kopf und sagte, dass wir falsch wären und schickte uns zum Bahnhof zurück. Guter Dinge fragte ich den Tramfahrer wie wir zum Anne Frank Haus kommen. Er sagte, wir können bei ihm einsteigen. Die Haltestelle hört man über die Ansage. Bei jedem Halt hörten wir gespannt auf die Ansage. Wir stellten fest, dass es doch sehr weit weg ist. Auch die Umgebung kam uns etwas suspekt vor. Wir fragten noch einmal nach, wann wir denn da sind. Der Schaffner sagte nur kurz: Da sind wir schon lange vorbei und wir stiegen aus.
Neben mir hielt die Tram mit der Nummer 13. Die Tramfahrerin, eine kleine dunkelhäutige Frau, fragte wo ich hin möchte. Ich klagte ihr mein Leid. Sie sagte: Setzt euch hier rein. Schatz, ich bring dich zum Anne Frank Haus. Sie wollte auch nicht, dass ich noch einmal bezahle. Sie fragte wo wir her sind. Sie war sehr begeistert als sie hörte dass wir Limburger sind. Auch ein Fahrgast stieg in unsere Unterhaltung mit ein. Es war eine richtige nette Runde, schade dass wir schon Aussteigen mussten. Sie klärte uns noch auf, dass die Ansage nicht Anne Frank Haus sagt, sondern Westermarkt. Beim Anne Frank Haus war eine ganz lange Menschenschlange. Wir fanden es aber nicht schlimm. Eine Besichtigung von außen ist auch in Ordnung. Man muss ja auch nicht überall rein. Wir machten hier eine interessante Entdeckung. Die Herengracht auf der wir zu Beginn unserer Route waren, lag nur zwei Straßen hinter dem Anne Frank Haus.
Das Rijksmuseum entschädigte uns für manches Ärgernis. Wir haben uns länger im Museum aufgehalten wie ursprünglich geplant, da ich mich sehr für Rembrandt interessiere und auch Bücher von seinen Gemälden habe. Der absolute Höhepunkt: Die Nachtwache.
Auf Nathalies Wunsch ging es im Anschluss zum Waterloo-Plein. Ein Flohmarkt der anderen Art. Nicht nur Gebrauchte, auch neue Ware war zu kaufen. Nathalie ist der absolute Oversize-Fan. Hier war alles voll davon. Am liebsten wäre sie gar nicht mehr weg gegangen. Des Weiteren stand das Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud auf unserer Besichtigungstour. Auf dem Weg zurück kamen wir am Rotlichtviertel vorbei. Was ich schon eher sah, sprach Nathalie mit entsetztem Gesicht aus: Die Frauen hinter den Fenstern sind ja noch Mädchen. Erschreckend und beklemmend.
Nathalie fand das Wachsfigurenkabinett am interessantesten. Die Figuren sind dem Original lebensecht nachgearbeitet. Einfach toll.

Zum Abschluss lud ich meine Tochter zum Essen ein. Sie suchte sich das Sea Palace aus. Es ist das einzigste schwimmende Restaurant, das am Oosterdok vor Anker liegt. Wir saßen kaputt aber zufrieden bei unserer Reistafel.

Amsterdam hat noch viel mehr zu bieten. Man schafft es aber nicht an einem Tag. Neben dem Rijksmuseum liegt das van Gogh Museum. Eine Rathausbesichtigung würde sich bestimmt auch lohnen. Es gibt so vieles. Am besten macht man sich schon zuhause einen Plan. Einfach nur darauf los laufen ist fast nicht möglich.

Auf der Rückfahrt lag eine holländische Zeitung im Abteil. Ich freute mich besonders beim Fußball etwas von unserem Schönauer Jogi zu lesen: De Duitse Joachim Löw blijft standvastig. Metzelder en Kuranyi krijgen vanavond geen vrij van de wedstrijd tegen Denemarken. De twee wilden uitkomen voor hun clubs.

Madame Tussaud

Zu den Bildern