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Sri Lanka

Nach 10,5 Flugstunden kommen wir endlich auf Sri Lanka an. Zuerst geht es in das Hotel „The Lanka Oberoi in Colombo“. Danach gibt es auch schon die erste Stadtrundfahrt. Colombo ist eine sehr schmutzige Stadt mit viel „Sehenswürdigkeiten“. Nicht im Sinne von Kultur, mehr auf Wolkenkratzer und Verkehr. Wir besichtigten einen Hintertempel in der Sea Street. Gleich davor steht schon der erste Schlangenakrobat. Er will uns seine Cobra zeigen und kräftig abkassieren. Colombo hat circa zwei Millionen Einwohner. Für den ersten Tag reicht unser Pensum. Nach einem guten Essen fallen wir kaputt in unser Bett.
Heute geht es schon sehr früh los. In das zentrale Bergland. Es gibt viel zu sehen auf dem Weg nach Pinnawela. Wir bekommen einen Kautschukbaum zu sehen. Des weitere ein Stachelschein, unzählige kleine Tempel, Grabstätten, fliegende Hunde und die Bearbeitung eines Reisfeldes. 45 Minuten von Kandy entfernt ist das Elefantenweisenhaus: Pinnawela Elephant Orphanage. Es ist noch viel beeindruckender wie die Bilder im Fernsehen. Ein Elefant entfernt sich von seiner Gruppe und läuft wie irre herum. Da wird es einem schon ganz anders. Aber die Pfleger hatten schnell wieder alles im Griff. Die Reise geht weiter nach Kandy. Unser Zwischenstop ist der Botanische Garten von Peradeniya, 60ha groß. Hier steht der größte Java Ficius. Er hat eine 1600qm breite Krone. Auch gibt es hier ein Gewächshaus mit 250 verschiedenen Orchideen. Hier wurde ein Teil des Films „Die Brücke am Kwai“ gedreht. (Papas Lieblingsfilm). Auch kommen wir noch an einem anderen Filmdrehort vorbei. „Indiana Jones und der Tempel des Todes.“ – Am Kelani Ganga. Die originale Filmbrücke steht, bzw. hängt noch hier. Bevor wir sie zu Fuß erreichen, überholt uns ein nachgemachter Indi und springt mit einem Satz in die Tiefe. Bevor wir am anderen Ende ankommen, steht er schon wieder vor uns, hält die Hand auf und möchte ein Trinkgeld. Abends kommen wir im Hotel Citadel in Kandy an. Auf in das Zimmer, unter die Dusche, runter in die Bar und einen halben Liter Bier in einem Zug hinunter. In den Speiseraum und dann todmüde in die Betten. Zu mehr sind wir an diesem Tag nicht bereit. Am nächsten Tag wie immer früh aus den Federn. Wir besuchen den Zahntempel in Kandy. Hier soll angeblich der Zahn Buddhas liegen. Vor dem Tempel gibt mir eine alte Frau Geld in die Hand. Der Reiseleiter erklärt mir dass sie zu arm ist um in den Tempel zu gehen. (Eintrittspreise). Ich soll das Geld für zum Altar bringen. Es ist ein sehr schöner Tempel, mit viel Gold um uns herum. Abends haben wir ein wenig schöneres Erlebnis. Es soll ein Kulturabend werden mit viel Tanz. Vor dem Eintreten werden wir umzingelt von verkrüppelten Menschen umzingelt. Dem einen wächst der Arm auf dem Rücken. Der andere hat die Beine verdreht. Glieder fehlen. Ein schrecklicher Anblick. Man richtet diese armen Menschen schon im Kindsalter so hin, damit sie beim betteln später viel Geld einbringen.
Wieder ist es so weit die Reise geht weiter nach Nuwara Elya zu den Teeplantagen. Wir begeben uns auf einen Höhenunterschied von 1400 Meter. Unser Zielort ist mit 1889 m das höchstgelenste Städtchen der Insel. Nuwara Elya hat zahlreiche Villen und einige Hotels sowie Golfplätze. Es ist noch alles von der englischen Kolonialzeit. Aber zuerst geht es zu unserer Teeplantage in Katukitula. Das Glenloch Tea Factory. Es ist sehr interessant eine Fabrik von innen zu betrachten. Unser Tee zuhause, den wir als Teebeutel trinken ist hier ein Abfallprodukt. Man lernt nie aus.. Unser nächstes Ziel ist eine Gewürzplantage. Wenn man dem so glauben schenken darf, hat man für alles ein Wundermittel. Ob das mal alles hilft. Auf dem Weg zu einer Edelsteinschleiferei kommen wir an unzähligen Reisfeldern vorbei. Seit ich weiß, was da eine Arbeit dahinter steckt, werde ich meinen nächsten Reis mit mehr Respekt essen. In der Lodge Habarana angekommen, geht es wie an allen anderen Tagen. Ankunft, Duschen, Essen, Schlafen. Wir haben sehr schöne Hotels. Da wir den ganzen Tag unterwegs sind, kann man seine Hotelunterkünfte gar nicht richtig genießen. Man ist nur noch kaputt.
Die nächsten Tage sind wir nur Tempel besichtigen.
Zuerst nach Dambulla
Hier befindet sich der im ersten Jahrhundert erbaute Felsentempel. In diesen Felsenhöhlen fand der König 14 Jahre lang Zuflucht, während die Hauptstadt Anuradhapura von den Indern besetzt war. Nach der Rückeroberung der Hauptstadt wurden die Höhlen zu einem herrlichen Felsentempel.
Der Ausblick vom Gipfel ist atemberaubend. In über 100 m Höhe befinden sich fünf Höhlen, die in Heiligtümer verwandelt wurden. Ein 14 m langer ruhender, in Fels gehauener Buddha befindet sich in der ersten Höhle. Steingravierungen und Fresken, die das religiöse und historische Interesse wecken, sind in den Höhlen zahlreich vorhanden. Diese Fresken entstanden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In einer der Höhlen, der größten und schönsten, stehen nicht weniger als 150 lebensgroße Statuen von Gottheiten. Zahlreiche Szenen aus dem Buddhaleben sind in leuchtenden Farben gemalt. Hier kann man sich kaum retten vor lauter Affen. Die vielen Touristen sind leider daran Schuld. Jeder gibt ihnen Futter. Heute sind sie nicht mehr in der Lage sich selber zu versorgen. Also muß jeder etwas Eßbares mitbringen.

Palonaruva Habarane

Die Stadt liegt südöstlich von Anuradhapura, 216 km von Colombo entfernt. Sie war im Mittelalter die Hauptstadt der Insel. Nachdem Anuradhapura zu Beginn des 11. Jahrhunderts von indischen Eroberern besetzt wurde, wurde der Regierungssitz nach Polonnaruwa verlegt. Die erhaltenen Bauwerke sind Überreste aus der Regierungszeit von nur zwei Königen. Die Stadt war großzügig gestaltet. Drei konzentrische Stadtmauern wurden errichtet, und zahlreiche Parks, Gärten, Paläste, Tempel und Schreine schmückten die Stadt. Ein gut ausgebautes Kanalnetz und ein künstlicher See (Parakrama Samudra) sicherten die Wasserversorgung.

Sygiria
Diese Stätte muß noch atemberaubender gewesen sein, als der Palast die Felsenspitze krönte und die weißen Marmorwände, die ehernen Dächer und juwelenbesetzten Turmspitzen vom Sonnenlicht überflutet wurden. Die weltberühmten Sigiriya-Fresken sind von außergewöhnlicher Schönheit, es sind Darstellungen von Mädchen, Nymphen oder himmlischen Wesen, die mit Tonfarben auf die spiegelblanken Felsen gemalt wurden.
Auf halber Höhe des Felsens erreicht man über eine steile Treppe eine Galerie, von der eine Wendeltreppe zu den weltberühmten Fresken führt. Inschriftenforscher geben an, daß von der ursprünglichen Existenz von über 500 solcher Portraits ausgegangen werden kann. Heute sind nur noch 19 erhalten. Hätte gerne ein Foto davon gemacht. Aber man wurde gebeten den Blitz auszuschalten, damit die Farbe der Fresken erhalten bleibt. Habe aber sehr viele Karten gekauft.
Auf der Nordwestseite des Felsens führt ein Pfad von der Galerie zum Gipfel. Dieser Pfad wird von einer Mauer geschützt, die von einem solch hochpolierten Putz bedeckt ist, daß man sich trotz jahrhundertelanger Wettereinwirkung fast darin spiegeln kann. Entlang des Pfades sieht man die Sigiriya-Graffiti, das sind von Pilgern eingravierte Unterschriften und Reime. Wir haben an diesem Tag alles Regen, Sturm, alles an Unwetter was man sich denken kann. Aber ich bin tapfer und wage den Marsch bis zum Gipfel.
Der Gipfel des Felsmassivs hat eine Flächenausdehnung von über 12000 qm. Eine Außenwand des Palastes wurde an das äußerste Ende des Abhangs gebaut. Der Lustgarten auf der Westseite des Felsens ist mit Seen, kleinen Inseln, Spazierwegen und Pavillons geschmückt. Der Aufstieg ist Lohnenswert. Auch wenn alles duster und dunkel erscheint. Der Ausblick ist überwältigent. Ich komme wieder wenn sich die Unruhen im Land gelegt haben. Dann werde ich noch einmal den Aufstieg wagen bei schönem Wetter.